Und Schuld hat David Price by Benjamin Rott

Nun hab ich Idiot also zugesagt, einen Artikel über Teletubbies, sozusagen mein "Signature Deck", zu schreiben. Denn was anderen Leuten schon vor mir mit ihren Decks passiert ist, ist mir glaube ich in der Dülmener T1-Szene mit meinem Workshop-Deck passiert.


Wenn ich einmal im Monat sonntagmorgens nach fast 2 Stunden Fahrtzeit in Dülmen angekommen bin, werde ich von vielen Leuten angesprochen und gefragt, welche Tubbie-Variante ich denn spielen würde.


Es fing alles im Oktober 2000 an. Wir (Marian Kohlmann und ich) hatten die Decks des Invitationals getestet und mir hat das blau-schwarze Workshop-Deck, dass David Price mit einem perfekten 3:0 Rekord gespielt hat, sehr gut gefallen. Es spielte sich einfach ziemlich gut. Also entschloss ich mich, mir die Karten von Marian zu leihen.


Zum Zeitpunkt des Turnieres war ich nicht zu Hause und konnte nicht mit den anderen Leuten zusammen anfahren, sondern bin allein über 150 km gefahren - es sollte sich aber lohnen: denn an diesem Tag habe ich zum ersten Mal das T1-Turnier in Dülmen mit einem netten 6:0 gewonnen. Ein super Gefühl!


Die nächsten Turniere spielte ich andere Decks (es war Draw Go-Zeit und man kann Olli ja mit diesem Deck nicht alleine abräumen lassen), bis Andreas Stroiczek mit einer rein roten Tubbies-Variante das Mai 2001 Turnier gewonnen hat. Da dachte ich mir, ich könnte auch mal wieder Artefaktkreaturen spazieren führen. Allerdings entschloss ich mich diesmal, rein blau zu spielen. Den Card Draw aus meinem Draw Go Deck (4 mal FoF), kombiniert mit einigen Countern und der Kreaturenbasis aus meinem letzten Tubbies-Deck (die Variante von Andreas gefiel mir nicht). Was soll man sagen, das Deck führte mich erneut zum Sieg.


Beim nächsten Mal hatte ich dann die blauen Karten gegen rote ausgetauscht (Counter --> Burn), weil ich mir dachte, wenn Andreas mit einem rein roten Tubbies Deck gewinnen kann, kann ich das auch. Und ich konnte.(Ich Idiot spielte damals nur einen einzigen Welder, grober Fehler, hat ja aber trotzdem gereicht.)


Next time dachte ich mir dann so blau + rot = R/U-Tubbies. Ich kombinierte die Blitze mit den Kartenziehern und was soll ich sagen, der nächste Sieg war mir hold (3 mal hintereinander, 4 Siege mit dem Deck bis dato). Ich muss hinzufügen, dass meine Variante Suboptimal war. Hajo Höh hatte ein besseres U/R-Tubbies-Deck (mit Countern anstelle von Burn), aber ich hatte wohl mehr Glück an dem Tag.


Dann wurde ich übermütig. Ich dachte, mit Tubbies gewinne ich alles, und so schmiss ich blau raus und spielte rot/schwarz, mit schwarz für Tutoren und Yawgmoth´ Will. Bis zur dritten Runde lief es auch gut, dann folgte ein Unentschieden und dann 2 Niederlagen. 3:2:1, kein schöner Tag ;).


Ich probierte in der folgenden Zeit wieder was anderes aus, das lief in Dülmen aber nicht so überzeugend, deshalb bin ich zum Ende des Jahres wieder auf Tubbies zurückgekommen. Zum Dezember-Turnier spielte ich rot/grün. "Grün? Was ist denn in grün???" Waren die erstaunten Fragen aller Leute, die mich fragten, welche Tubbie-Variante ich denn spielen würde. In grün ist Survival of the Fittest. Auch ohne Combo-Kreaturen ist das Ding mit Squee purer Card Advantage. Im Dezember wurde ich glaube ich 6. (und insgesamt 2. der Trader-Liga).


Im Januar 2002 (mal wieder nix getestet) spielte ich das Deck ein zweites Mal (leichte Veränderungen im Mana) und erneut stand ich ganz oben auf der Tabelle, am Ende des Tages.


Soweit meine Geschichte mit dem Deck. Es war bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich meine Juggernauts auf die Gegner loslasse, aber in nächster Zeit möchte ich mal wieder was anderes ausprobieren, denn wenn alle Leute Tubbies spielen, macht es einfach nicht so viel Spaß.

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