Die Entstehung von Bazaar.dec by Michael Wiese

Kurze Geschichte ueber den Bazaar of Bagdad, oder wie entsteht (per Zufall) ein gutes Deck.

Am Anfang hatte mein Bruder einen Reanimator (?) - Deck gebaut, also mit Nether Shadows, Ashen Ghouls und Krovikian Horror. Der Letztere war auch nur einmal im Deck vorhanden, weil er rein thematisch ins Deck passt. Mein Bruder hatte auch einen Bazaar und hat in ebenfalls ins Deck genommen. Nach ein paar spielen, war die Kombo auch gefunden. :-).

Am Anfang waren Pox auch noch im Deck, genauso wie Hymnen und Specter. (Diese erste version war kurz nach dem Erscheinen von Alliances entstanden, also noch lange vor Living Death!!!!). Damals sah das Deck ungefaehr so aus:

1 Bazaar of Bagdad

4 Nether Shandows

4 Ashen Ghuols

3 Krovikian Horror

4 Hymn to Tourach

3 Casting of Bones (was nettes aus Alliances)

3 The Rack

3 Pox

4 Hypnotic Specter

1 Demonic Tutor

1 Underworld Dreams

+ Länder und Karten die mir nicht mehr einfallen

Das Deck hatte damals noch nicht mal Huellen. Wieso auch, war ja nur ein Fundeck.

Das Deck hatte inzwischen auch die eine oder andere Verschlimmbesserung durchgemacht. Die Anti - Kreaturen Variante bestand aus Royal Assensin / Nettling Imp Kombo! Damals, als jeder nur Weiss mit 4 Schwertern gespielt hat, war das schwer zu knacken. Diese lustigen Kombinationen sieht man heute wohl nicht mehr auf Turnieren, auch wenn dieses Deck nur bei kleinen Turnieren mitgepielt hat.

Jetzt passierte lange nichts mit dem Deck, bis irgendwann ein Typ 1,5 Turnier in Münster anstand. Dort hatte ein Münsteraner, die Deckidee uebernommen und mit Living Death und 4 Bazaaren gespielt. Das erste Mal, dass ein Bazaar Deck, oder wie ich es gerne nenne "Bazaar of Death", auf einem Turnier war und fast niemand hatte Tormod's Crypt im Sideboard. Ich habe selber gegen das Deck damals gespielt und mit Glueck (2-1) gewonnen. Zum Schluss war das Bazaar Deck 3 und ich 2 :-) (Ich hatte ein aehnliches Deck mit Ashen Ghouls, Nether Shadows, Krovikian Horror, Serendib Efreets und Flying Mens gespielt. Ich hatte damals aber nur einen Bazaar, aber wenn der lag, hatte ich gewonnen). Seit diesem Turnier habe ich dann versucht 4 Bazaare zu kriegen. Etwas spaeter war dann ein Typ1 Proxy Turnier in Muenster. Dort habe ich auch Bazaar gespielt. War ziemlich lustig mit P9 und Juzam Djinn. Man kann sagen, dass hier das Deck gewonnen hat. Es war einfach zu gut.


Ein gutes halbes Jahr spaeter, war dann T1 in Duelmen angesagt. Hier meine erste Deckliste ohne Proxy's (schon lange her, deswegen nicht 100% korrekt)


4 Bazaare

4 Shadows

4 Ghouls

4 Horrors

3 Triskelions

3 Mindless Automaton (ja wirklich, so mies waren die garnicht)

4 Blood pets

3 Song of the Damned

3 Living Death

4 Abysaal gatekeeper

2 Buried Alive

2 Dark Ritual (ja nur 2, denn die machen ja nur 3 Mana, die Songs machten mehr)

1 Demonic Tutor

2 Vampiric Tutor (damals waren noch bis zu 4 erlaubt)

1 Library of Alexandria (ausgliehen von einem Freund)

+ Länder

Auf diesem (meinem ersten) Dülmener Turnier wurde ich dann auch glatt 8., und das ohne Spoiler. Auf dem Turnier habe ich viele Schwachpunkte des Decks bemerkt. Einer der Punkte war, mein Gegner durfte keinen Moat legen, denn ich bekam ihn nicht mehr weg. Dieses Problem wurde dann durch Mainboard Disenchants beseitig. Das schoene war, laengst nicht jeder spielte 1 Strip Mine und/oder 4 Wastelands. Das kam mir doch sehr zu gute. :-)

Der Rest ist schnell erzaehlt. Das Deck hat sich entwickelt und war dann auch immer in den Preisen, kurz immer top8, bis ich irgendwann hintereinander 1. und 2. wurde. Von da an wollte das Deck nicht mehr und ich hab es sein lassen. Das war schon doof, wann man auf 4 Karten Mulligan nimmt, weil man keinen Bazaar zieht, um dann 3 auf der Hand zu haben. Irgendwann hab ich es nochmal versucht.


Hier ein kurzer unvollstaendiger Bericht.

1. Runde gegen Tobias L. Knapp gewonnen.

2 Runde gegen Oliver:
1. Spiel 2 oder 3 Mulligan von mir und trotzdem gewonnen. Ging ja schon mal gut los.

2. Er gewonnen, weil er die Bazaare rechtzeitig ausschalten konnte.

3. Spiel: ich fang an und lege Bazaar. Er Insel, Lotus, Back to basics.

Ich dann noch einen Bazaar. Das darauffolgende Disenchant wurde gecountert, und ich hatte nichts mehr um Druck zu machen, scheiss DrawGo. :-(

Danach dann noch gegen Sligh verloren, und zum Schluss kam ein 3-3 heraus.


Wenn man heutzutage nach Dülmen fährt, sieht man immer noch, wie dieses Deck von ein bis 2 Leuten gespielt wird. Ab und zu spiel ich es auch noch, denn es macht viel Spass, wenn man im end of turn Step des Gegners so viel macht, dass dieser sich wundert wenn man enttappt. "Wieso enttapst du?" Antwort: " Na, weil ich jetzt am Zug bin! :-)". Ich musste schon oft meinem Gegner genau erklären, was ich noch alles in seinem Zug gemacht habe.

Wenn das Deck läuft, dauert ein Zug schon mal etwas länger. Inzwischen gibt es viele verschiedene Decks mit Bazaaren. Einige benutzen sie um mit Squees viele Karten zu ziehen. Andere spielen Counterspells, um ihren Graveyard zu schützen und natuerlich den Gegner zu aergern. Seitdem das Deck gespielt wird, ist auch der Bazaar beim Trader teurer geworden. Meinen ersten Bazaar habe ich noch fuer 30 DM gekauft, den 2. ertauscht, den 3. von meinem Bruder ertauscht, den 4. gegen einen Mox Diamond getauscht (der Bazaar war played). Heute bezahlt man fuer einen Bazaar 25 - 30 Euro. Den gleichen Effect bemerkt man auch am Workshop, wieso denn nur??

Meine letzte Version des Deckes findet ihr hier.

Das wars dann, ich hoffe ich habe die Typ 1 Spieler nicht gelangweilt, und wenn doch ist nicht meine Schuld, ihr haette diesen Bericht ja nicht lesen muessen.


Michael

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